Kaupthing als Randerscheinung im Leben

10. Juli 2009

Liebe Freunde unserer Seite. Ich habe eben einen sehr guten Artikel in der Financial Times Deutscchland gelesen. Der Artikel beschäftigt sich zwar nur in einer Randnotiz mit Kaupthing, hat mich aber sehr zum Nachdenken gebracht.

Lieber Frank Korte (wie er in dem Artikel heißt), falls Du das hier lesen solltest – ich wünsche Dir alles Gute. Du hast den richtigen Weg gewählt.

Es sollten nicht immer Erfolg, Geld und Macht im Vordergrund stehen, sondern der Faktor Mensch sollte wieder den größten Wert in unserer Gesellschaft haben.

Genau dieses unersättliche Streben nach Profit und Macht, sind die Ursachen der Finanzkrise. Genau wie Frank Korte ist auch die Bankenlandschaft zusammengebrochen. Nicht unter der Last und dem Druck sondern unter der Profitgier….

[meine persönliche Meinung]

2 Reaktionen zu “Kaupthing als Randerscheinung im Leben”

  1. xyzam 11. Juli 2009 um 04:17 Uhr

    Der Menschen Wege sind alle verschieden und mit Verallgemeinerungen sollte man zurückhaltend sein. Auch ist der Mensch Objekt des eigenen Eigennutzes, dem der Familie und nicht zuletzt am Arbeitsplatz. Wenn es dann nicht mehr weiter geht und irgendwann ist es zumeist so, dann zerbricht alles. Es gibt nur noch Scherben und Schuldzuweisungen.
    In jungen Jahren will Mann/Frau eigentlich vorrangig nur das kleine private Glück, eine Familie mit schöner Wohnung oder gar ein Häuschen und ein Kind. Es fehlt aber dazu das Geld. Und um aus der Enge des ewigen Verzichts eines ohnehin nur kurzen Lebens heraus zu kommen, macht man Schulden und selbstverständlich, sonst ist der Mensch ein Nichts, ein beruflicher Erfolg muss her.
    Schulden machen und sei es nur, um sich eine Wohnung einzurichten, kann man leicht, wenn man noch jung ist und somit einen festen Arbeitsplatz hat. Aber der berufliche Erfolg, längst nicht immer möglich, fordert sehr hohen Einsatz. Die Familie leidet darunter und man selbst auch. Kommt ein Kind, so fällt ein Verdiener aus und die ohnehin schon fragwürdige Lebensplanung stimmt erst recht nicht mehr. Kriselt es dann auch noch am Arbeitsplatz (wo heute nicht?) oder mit der Gesundheit, so kommt schnell das Aus. Und eigentlich wollte man doch nur ein kleines bisschen Glück.

  2. nomoneyam 11. Juli 2009 um 20:23 Uhr

    Oh Mann xyz (oder auch Frau, egal),

    Deine Worte treffen diesen Teil der Wirklichkeit wirklich ziemlich gut auf den Kopf! 😉 Ich weiß, daß es hierbei nix zu lachen gibt!
    Klar, ohne Geld (weil das am weitesten verbreitet und akzeptierte Tauschmittel) geht nix. Doch das Glück liegt auf der Strasse, nur leider eben nicht die dicken Taler. Eine Rückbesinnung auf die wirklich wichtigen Aspekte des Lebens kann keinesfalls Schaden hervorbringen, jedenfalls keinen, der auf den Rücken der vielen abgeladen wird, die sich das nicht ausgesucht haben! Leider ist der Mensch von Natur aus faul und sucht immer den einfachsten Weg zum Ziel/Glück. Das kann natürlich rein monetär gesehen auch mal ein Umweg sein. Und kompliziert wird vieles beinahe von ganz allein. Erst hatte man´s noch gut gemeint – keep it simple, dann plötzlich – wusch – kein richtiger Durchblick mehr! Manchmal geht das so schnell, wie das jeweilige jetzt wieder weg ist.
    Und mindestens dieser Aspekt unserer Natur wird selbstverständlich benutzt, um gute Geschäfte zu machen! Da gibt es keine Zweifel – wenn selbst der katholische Pfarrer sich lieber den Ranzen vollschlägt, wohlgemerkt auf eine Geburtstagsfeier eingeladen – durchaus üblich, dort gemeinsam zu essen, zu trinken und zu feiern. Alles kein Problem! Meine Mama war erst ein paar Tage gestorben, die Formalitäten hatte der Diakon mit uns verhandelt und mein Bruder war mit seiner auf dieser besagten Feier ebenfalls eingeladen. Runder Geburtstag eines Urgesteins des Ortes – gesellschaftlich angesehen, politisch engagiert (dort wo eben die meisten im Freistaat Bayern landen). Die beiden trauernden Schäfchen sind dem Würdenträger nicht mal aufgefallen! Danke, mir reicht das!
    Das Glück ist ein empfindliches Früchtchen und liegt tatsächlich auch auf Straßen, solange bis es einer aufhebt, hegt und pflegt! Es ist uns und möchte entdeckt werden!

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