TV-Tipp: Das Milliardenspiel – wer verzockte unser Geld?

22. Juli 2009

ZDF: 21. Juli 2009 21.00 – 21.45 Uhr

In dem 45-minütigen Beitrag der Autoren Reinhard Laska und Christian Rohde kommt Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) ebenso zu Wort wie Insider aus der Banken- und Investmentbranche. Auch geschädigte Anleger aus Deutschland, die im Glauben auf ihren Finanzberater Lehman- Zertifikate oder IKB-Aktien gekauft haben, kommen zu Wort.
Die Welt erlebt gegenwärtig die größte Finanzkrise seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Was als Einbruch auf dem amerikanischen Immobilienmarkt begonnen hat, ist längst zu einer globalen Bedrohung des Wohlstandes geworden – Deutschland bleibt da nicht verschont. Wall-Street-Broker und Finanz-Insider in Frankfurt, London und New York erzählen, wie sie den naiven deutschen Bankern die „Schrottpapiere“ angedreht haben.

4 Reaktionen zu “TV-Tipp: Das Milliardenspiel – wer verzockte unser Geld?”

  1. ovam 22. Juli 2009 um 10:00 Uhr

    Ungalublich mit welcher Skrupellosigkeit die Investmentbanker ans Werk gehen. Gewinne werden eingesteckt, Verluste darf der Steuerzahler tragen. Haupsache der Banker hat seine Schäfchen ins Trockene gebracht.

  2. blauam 22. Juli 2009 um 13:01 Uhr

    Ja, wirklich unglaublich was sich da auf dem Parkett abspielt. Vorallem war ich geschockt über die Tatsache, der Unverfrorenheit der EX-Vorstandsmitglieder der Banken, die auf Abfindungen in Millionenhöhe und Rentenzahlungen, oft erfolgreich geklagt haben, bzw. immer noch klagen. Fehler,
    Unvermögen und Kurzsichtigkeit werden mit Zahlungen in Millionenhöhe „bestraft“;-(

    Worte finde ich dazu nicht mehr !

    hier noch der Link:

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/F21-Dokumentation_Das_Milliardenspiel/9602/800836

  3. Phileasam 22. Juli 2009 um 16:11 Uhr

    Ich weiß nicht ob die Schuldzuweisungen so zutreffen. Die gesamte Bankenlandschaft soll mit ihrem Privatvermögen ihre Arbeitszeit dazu verwendet haben, sich zu bereichern? Das glaube ich wenig. So viel Geld haben die Banker ja auch nicht. Ich denke eher, dass sie im Auftrag von Kunden gehandelt haben. Sie gaben den Auftrag, hier hast Du mein Geld, bitte vermehre es. Wenn ein Arbeiter gute Arbeit leistet, wird er dafür auch belohnt. Diese Motivation gibt es auch anderswo. Zum Beispiel bekamen BMW-Mitarbeiter vorletztes Jahr (glaube ich) als Gewinnbeteiligung ein 14. oder gar 15. Monatsgehalt. Sind sie auch gierig und skrupellos? Haben sie es nicht verdient, weil sie gute Autos gebaut haben, mit denen die Klimakatastrophe beschleunigt wird und sich einige Fahrer totfahren? Hm, für mich ist das das Gleiche, auch wenn die absoluten Beträge natürlich nicht zu vergleichen sind. Zurück zu den Bankern, die im Auftrag anderen wohl gehandelt haben. Wer waren denn die Auftraggeber? Fonds, Kassen, Privatleute. Aufgrund der Fehlspekulationen, haben sie alle nun weniger Vermögen. Die Fonds, in die auch Normalsparer eingezahlt haben oder Pensionäre, die weniger Pension erhalten oder die Stiftungen, die weniger Gutes leisten können freuen sich mit Sicherheit darüber. Sie alle sind also ein Stück weit mit Schuld an der Misere. Wer hat die Auftraggeber beauftragt? Die Anleger. Alle die irgendwo Geld auf die Seite gelegt habe. Ob Lebensversicherung, Investmentsfonds oder Rentenversicherung, deren Kunden wollen ihr Vermögen vermehrt sehen (ICH auch!). Die gilt es ebenso anzugreifen, wie die Banker die die Aufträge ausgeführt haben.

  4. ovam 22. Juli 2009 um 21:37 Uhr

    @Phileas: die Schuldzuweisungen gehen nicht an die gesamte Bankenlandschaft sondern wie ich schon geschrieben habe an die Investmentbanker die ihre toxischen Wertpapiere an (gierige?, überforderte?, ahnungslose?) Bankvertreter verkauft haben die auch mal auf dem Weltfinanzparkett mitspielen wollten. Die Zeche dafür zahlen jetzt wir Steuerzahler.

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