Mit billigem Geld vom Staat Milliarden machen…

28. Juli 2009

… die Deutsche Bank macht es uns vor… Mag sein, das es ein wenig populistisch von mir ist, aber ich habe diese raffgierigen Institutionen gefressen, die das Geld bunkern und dem Mittelstand keine Kredite gewähren. Das sage ich nicht einfach so, das habe ich selbst erfahren müssen…. Wenn man eine Kreditlinie mit fast exakt dem Gegenwert absichern muss, dann frage ich mich – wozu brauche ich eine Bank…. Banken, die sich billiges Geld vom Staat holen (1%) und es dann für horrende Summen wieder an Firmen und Privatpersonen verleihen.

Wer in einer solchen Krise von einem Renditeziel von 25% vor Steuern spricht, kann nicht ganz dicht sein…

Auch hier bei Spiegel Online

3 Reaktionen zu “Mit billigem Geld vom Staat Milliarden machen…”

  1. xyzam 28. Juli 2009 um 12:59 Uhr

    Einen guten Gegenwert musste man früher auch bei einer privaten oder mittelständischen Kreditaufnahme bieten. Nur war der früher deutlich mehr durch gute Perspektiven bei der Geldvergabe abgedeckt. Die sehen die Banken heute offensichtlich nicht mehr oder nur noch minimal, was als deutlicher Beleg für deren pessimistische Einschätzung unserer wirtschaftlichen Zukunft zu werten ist. Hinzu kommt die Angst des kleinen Bankangestellten um seinen Job. Vielleicht sollte man Herrn Ackermann persönlich ansprechen, der weiß doch, wie man´s macht. Und wenn etwas schief geht, keine Sorge, die Mutti (der Staat bzw. wir Steuerzahler) wäscht´s wieder.

  2. Janam 28. Juli 2009 um 21:45 Uhr

    Hallo Dirk,

    25% sind gar nicht unrealistisch. Du hast ja selbst beschrieben wie die wundersame Geldvermehrung stattfindet. 😉
    Das Spielchen hat doch längst wieder begonnen. Und keine Sorge: Die Blase wird nur noch größer und irgendwann platzt sie mal ganz… Und das trifft dann uns Dumme, die dann in irgendwelche staatliche Kassen eingezahlt haben… Da ist dann nämlich nichts mehr drin, große Überraschung. Diesem Dauerschulden machenden Finanzsystem, in dem es scheinbar ewiges Wachstum gibt und in dem Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert werden, gilt es weiter zu misstrauen und die eigenen Anlageentscheidungen daraus zu ziehen…

    Viele Grüße.
    Jan

  3. xyzam 29. Juli 2009 um 00:33 Uhr

    @Jan
    Ich würde sagen, es war keine Unterbrechung. Es hat nur mal geknistert und das nächste mal wird es gewiss schlimmer kommen. Und unsere Sozialsysteme, egal wie sie zusätzlich noch abgepuffert werden, z. B. durch den Staat, es sind und bleiben von ihrer Struktur her schon seit Bismarcks Zeiten Schneeballsysteme, die sonst verboten sind. Aber was soll man machen, wo kann man bleiben, in einem Land, das zwar die Heimat, aber in dem man sich schon längst nicht mehr heimisch fühlt? Soll man, falls noch jung genug, vielleicht auswandern? Ich würde sagen, ja. Dann aber sehr gut überlegt und dort eine umfangreiche Familie gründen. Denn woanders ist es auch nur ähnlich wie hier. Ansonsten bleibt nur der Rückzug aus allem Aufwand. Das heißt keinesfalls, den Nullbock satteln und in das Land der inneren Emigration reiten, sondern Konsumverzicht, sich in allen Facetten des täglichen Lebens wohlüberlegt auf das Notwendigste beschränken, das man ohne Ehrgeiz auf Geltung und Komfort braucht. Das gibt dann ein wenig Schutz.

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