Tagesgeld – Sicherheit vor Rendite

3. August 2009

Guter Artikel der Frankfurter Rundschau

3 Reaktionen zu “Tagesgeld – Sicherheit vor Rendite”

  1. ovam 3. August 2009 um 09:04 Uhr

    „…Ausländischen Banken gegenüber ist man viel skeptischer: „Britische Banken empfehlen wir nicht, alleine weil die britische Wirtschaft stärker von der Finanzkrise getroffen ist.“ Dabei bieten gerade auch britische Insitute wie die Barclays Bank oder die Bank of Scotland mit drei Prozent recht attraktive Tagesgeldkonditionen. Max Herbst macht das Sicherheitsgefühl am Sparer selbst fest: „Viel wichtiger als Rendite ist es, ruhig zu schlafen…“

    Ich habe mein Konto bei der Bank of Scotland wieder geräumt. Auch wenn ich mir nicht wirklich vorstellen kann, daß es in Großbritannien zum Kollaps kommt, so bin ich jetzt doch sehr vorsichtig geworden – „Ein gebranntes Kind scheut das Feuer“.

  2. woodeddyam 3. August 2009 um 19:47 Uhr

    Hallo,

    ich hatte den Artikel heute Morgen auch schon in der FR gelesen und finde ihn ebenfalls sehr gut. Danke Jan für Deinen Hinweis.

    „ov“, Du hast völlig Recht, wir sind wirklich „gebrannte Kinder“, und aus Schaden wird man klug.
    Nicht noch einmal so ein monatelanges Drama des Wartens und Zitterns, das extrem an den Nerven Vieler zerrte, wenn es sich vermeiden lässt. 🙁

    Bei mir nur noch nach dem Motto: „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“.

    Wenn ich mal wieder zu genug Geld kommen sollte, um TG anlegen zu können, würde ich Niederländische und Deutsche Banken bevorzugen.

    Grüße
    Woodeddy

  3. Janam 4. August 2009 um 22:43 Uhr

    Hallo ov und Woodeddy,

    da ich auch zu den „gebrannten Kindern“ gehöre, ist mir das Angebot der Bank of Scotland auch nicht geheuer. Es ist noch nicht lange her, da wurde hier in den Medien teilweise ein Staatsbankrott Großbritanniens befürchtet – darüber haben wir auch am 28.01.09 berichtet, siehe auch heise.de und Handelsblatt. Fakt ist: Die britische Bankenlandschaft hat es schwer getroffen. Die Muttergesellschaft Lloyds Banking Group der Bank of Scotland wurde mittlerweile zu 70% verstaatlicht.

    Und wenn ich wikipedia zur Lloyds-Gruppe zitiere:

    Am 19. Januar 2009 fusionierten Lloyds TSB und die Halifax Bank of Scotland (HBOS), die der größte Immobilienkreditgeber Großbritanniens ist. Gespräche über eine Fusion reichten mindestens bis in das Jahr 2001 zurück. Ziel der Fusion war es, eine in allen Geschäftsbereichen stabil aufgestellte Bank zu schaffen. […] Die ehemaligen HBOS-Aktionäre sind damit zu 44 % am neuen Finanzgiganten beteiligt, dem gemeinsam gut ein Drittel aller britischen Hypothekenkredite und ein Viertel der britischen Spareinlagen anvertraut sind. Die neue Bank hat ca. 38 Millionen Kunden. Die Transaktion wurde erst möglich, nachdem kartellrechtliche Bedenken sowohl von Seiten der Bank of England als auch von Regierungsstellen über Bord geworfen wurden. Der britische Finanzminister Alistair Darling verteidigte die Übernahme mit dem Hinweis, dass finanzielle Stabilität das oberste Gebot darstelle und Vorrang vor Sorgen um den Wettbewerb im Bankensektor habe. Ähnlich äußerte sich Secretary of State for Business and Enterprise John Hutton.

    Und wikipedia zur Bank of Scotland, wenig später fing die Bank-(Niederlassung!) hier an Geld einzusammeln:

    Seit dem 27. Januar 2009 bietet die Bank of Scotland Deutschland mit Sitz in Berlin deutschen Kunden ein Online-Tagesgeldkonto an.

    Mitterweile hat die Bank in einer Zeit, in der alle Banken die Zinsen senken, die Zinsen sogar erhöht (!) und ist jetzt auf Platz 1 der Zinsvergleiche. Und wenn ich mir das Angebot „ohne Haken“ so ansehe, drängen sich mir doch erschreckende Parallelen zu einem ehemaligen Angebot einer anderen Bank auf.

    Natürlich, GB ist nicht Island und schon eine andere Kategorie und ich sehe den Bankrott nicht unmittelbar wor Augen: Aber wer weiß denn schon, was uns in den nächsten Jahren noch erwartet? Im Moment haben wir doch kein echtes Wachstum, sondern das Rad des schuldenfinanzierten künstlichen Wachstums wird einfach weiter gedreht. Noch schlimmer, jetzt werden auch noch taumelnde Großbanken gestützt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das große Schuldenmachen ewig so weiter geht, ohne dass es irgendwann (wie bei jedem von uns, wenn er so wirtschaften würde) mal knallt. Siehe auch erste Anzeichen auch im Artikel von Focus Online.

    Grüße.
    Jan

Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben

Du musst angemeldet sein, um kommentieren zu können.