Deutsche Bank und Ex-Kaupthing-Vorstand streiten sich

14. August 2009

Ein Sprecher der Deutschen Bank hat Ansprüche zurückgewiesen, die der Ex-Vorstandsvorsitzende von Kaupthing, Sigurdur Einarsson, gegen die Deutsche Bank in einem Brief vom Januar 2009 gestellt hatte.

Dabei geht es um einen Vertrag, bei dem die Deutsche Bank die Kaupthing Bank beraten hat, eigene Kreditausfallversicherungen (credit default swaps) zu kaufen. Dies ist natürlich rechtlich nicht ohne Weiteres möglich, weil so tatsächlich nicht vorhandene Bereitschaft erzeugt wird, Kredite von Kaupthing abzusichern. Damit sollte im besten Fall die Risikoprämie sinken, die Kaupthing am Interbankenmarkt zahlen musste. Bei dem Geschäft geht es um ein Volumen von umgerechnet 41,7 Mio. €.

Deutsche Bank und Kaupthing streiten nun darum, wer für dieses Geschäft verantwortlich ist. Einarsson meint, es sei eine Idee der Deutschen Bank gewesen. Dagegen erklärte der Deutsche-Bank-Sprecher, Kaupthing sei auf sie zugekommen.

Siehe Iceland Review (auf Englisch).

Weitere delikate Geschäfte der Bank unseres Vertrauens siehe bereits unseren Artikel vom 05.08.09 und die darin enthaltenen Verweise.

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