Ehemaliger Kaupthing-Geschäftsführer wird sich nicht bei Isländern entschuldigen

23. August 2009

Hreidar Már Sigurdsson argmumentiert dabei so: Eine Entschuldigung an die isländische Nation sei deshalb fehl am Platz, weil sie wegen dem Bankrott von Kaupthing finanziell nicht belastet werde. Er schulde aber den Anteilseignern, den Arbeitnehmern und den Gläubigern der Bank eine Entschuldigung.

Hreidar Sigurdsson meinte außerdem in dem Interview, dass die Isländische Zentralbank furchtbare Fehler gemacht habe, wollte aber nicht konkreter werden. Er sagte, dass in den Ländern, in denen Kaupthing in einem normalen Geschäftsumfeld tätig werden konnte, sei das Unternehmen auch erfolgreich gewesen.

Siehe Iceland Review (in Englisch).

Er verteidigte auch die Kreditpolitik von Kaupthing (siehe dazu unsere Artikel vom 19.08.09 und 08.08.09 sowie die dort enthaltenen Links) und meinte, dass die Kredite an die Investmentgesellschaft Exista – Kaupthings größter Anteilseigner – normal gewesen seien.

Anmerkung Jan: Ganz so stimmt die Behauptung nicht, dass die isländischen Bürger durch den Zusammenbruch der Bank nicht belastet würden. Denn für die Rettung der isländischen Geschäftszweige musste die Regierung doch Steuergelder in die Hand nehmen (siehe unseren Artikel vom 14.08.09 und die darin enthaltenen Verweise). Daher kann man wohl eher sagen, der Bankrott von Kaupthing belastet nicht so astronomisch wie der z.B. der Landsbanki.

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