Nichts gelernt aus Lehman Brothers, Hypo Real Estate, Kaupthing & Co.

15. September 2009

Ein Jahr nach dem Bankenkollaps scheint es als haben viele Banker nichts aus der Sache gelernt. Es wird wieder fleißig gezockt und spekuliert. Dringen nötige Reformen werden blockiert oder versucht im Keim zu ersticken. Das groteske dabei: das Geld dafür kommt aus den Staatshilfen die man den Banken gegeben hat:

Außerdem ist der Widerstand der US-Finanzindustrie bestens organisiert. Gut 2300 Lobbyisten werben in Washington für ihre Anliegen. Mehr als 200 Millionen Dollar haben sie in diesem Jahr schon investiert, um die Gesetzgebung zu beeinflussen.

[…]

Goldman Sachs zum Beispiel hat im ersten Halbjahr elf Milliarden Dollar für Bonuszahlungen an seine Mitarbeiter bereitgelegt. Bankchef Lloyd Blankfein hat seine Mitarbeiter bloß angehalten, beim Geldausgeben „diskret“ vorzugehen. Oder Citibank: Dort bekommt der Top-Energiehändler mehr als hundert Millionen Dollar überwiesen.

Auch die Lust auf riskante Geschäfte ist zurück in der Finanzindustrie. Als letzter Schrei gelten derzeit Wetten auf Lebensversicherungen. Das Geschäft mit dem Risiko, wann wer woran stirbt oder nicht, soll noch lukrativer werden als das Bündeln fauler Hypotheken. Und natürlich sicherer, behaupten die Anbieter.

Den kompletten Artikel findet man auf Spiegel Online.

Ein weiterer lesenswerter Artikel über die Lehman Pleite ist auch auf Spiegel Online zu finden.

Eine Reaktion zu “Nichts gelernt aus Lehman Brothers, Hypo Real Estate, Kaupthing & Co.”

  1. Janam 15. September 2009 um 22:56 Uhr

    Ich habe letzte Woche noch eine sehr interessante Reportage über den Untergang der Bank gesehen, in der ehemalige Angestellte, aber auch eine Lehman-Zertifikate-Geschädigte zu Wort kommen.

    Hier der Bericht in der ARD-Mediathek:
    http://mediathek.ard.de/ard/servlet/content/2967054

    Hier der Sendungstext:
    http://www.programm.ard.de/programmvorschau/100139647332/09092009-2332-DasErste/Die-Jahrhundert-Pleite

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