Schreiben v. Kaupthing

22. Januar 2010

…dieses Schreiben erhielt ich gestern den 21.01.2010 . Dank Ihrer Hilfe (Übersetzung, Informationen usw.) konnte ich wenigstens die Liste von Kaupthing finden und fand auch meinen Namen wieder. Doch mir stellt sich noch die Frage ob weitere Handlungs-Schritte notwendig sind ???

7 Reaktionen zu “Schreiben v. Kaupthing”

  1. Janam 23. Januar 2010 um 13:45 Uhr

    Ob weitere Schritte notwendig sind, muss jeder für sich selbst entscheiden. Hier sind Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt:
    http://kaupthing-edge.helft-uns.de/2010/01/19/handlungsmoeglichkeiten-nach-der-entscheidung-des-abwicklungskomitees/

    Ich habe vorgestern ebenfalls meinen Bescheid bekommen, habe mir dazu nochmal ein paar Gedanken gemacht und komme für mich zu dem Schluss: Für die Anerkennung von Zinsen nach dem 22.04.09 habe ich schon vorher schwarz gesehen ( siehe den Artikel vom 15.07.09, den Kommentar vom 18.10.09 und den Artikel vom 18.11.09 ). Ich sehe es nun ebenfalls finster, dass sich an dem Rang der Forderung nochmal etwas durch ein Vorgehen gegen die Entscheidung des Insolvenzverwalters ändert.

  2. Lehaneam 23. Januar 2010 um 16:25 Uhr

    Hallo Jan,
    ich sehe das genauso. Die Chancen auf Priroty stufe ich auch als gering ein.
    Aber mit meinem Einspruch gebe ich meine Willenserklärung dann
    zum 2. Mal dort bekannt.

  3. Nathalieam 23. Januar 2010 um 19:19 Uhr

    @Lehane

    Da musst du aber hohe Zinsforderungen haben, wenn sich das nach evtl. anfallenden Kosten immer noch rechnet.

  4. Lehaneam 24. Januar 2010 um 03:38 Uhr

    Hi Nathalie,
    nein, ich ziehe den Einwand rechtzeitig zurück.

    Hoffe ich jedenfalls. Mein Freund (es ist sein Konto) wollte auch widersprechen. Dann muß er ran. Nur er kann widerufen. Ich glaube nicht, das das ohne Unterschrift geht. Wenn doch, um so besser.
    Es ist mir, nach der langen Beschäftigung mit der Sache, einfach ins Blut übergegangen von „meinem Anspruch“ zu sprechen. Natürlich kann ich nicht einfach Entscheidungen alleine treffen, deren Risiko er tragen muß..

  5. Janam 24. Januar 2010 um 13:38 Uhr

    Ich habe einige Anfragen nach dem Motto bekommen „Jan, warum denn so pessimistisch hinsichtlich der Einstufung? Du hast doch die tolle Argumentationshilfe geschrieben.“

    Richtig. Die habe ich geschrieben, als die Entscheidung des Winding-up Committees noch unklar war. Klar, dass ich in einer Begründung an den isländischen Insolvenzverwalter nicht auf die Lücken oder gute Gegenargumente hinweise.

    Ich habe aber auch „Die Zinsfrage“ geschrieben, in der in deutlich auf die Unsicherheiten hingewiesen habe.

    Nun, nach dem Schreiben des Winding-up Committees ist mir Einiges klarer an der isländischen Position geworden:

    Es ist nach meiner Ansicht so:

    Was war der Sinn und Zweck dabei, Einlagen als vorrangige Forderungen im Insolvenzverfahren zu erklären? Dass wir unsere Zinsen bis zum Tag X bekommen? Nein, das war es nicht. Sinn und Zweck war Folgendes: Die Einlagen, für die der isländische Einlagensicherungsfonds aufkommen musste, sollten aus der Insolvenzmasse der Kaupthing Bank bezahlt werden, weil der Fonds eben nicht die Mittel dazu hatte. So wollte man die Verpflichtung des Fonds aus der Insolvenzmasse der zusammengebrochenen Bank bedienen, um den Einlagensicherungspflichtungen trotz Zahlungsunfähigkeit des Fonds nachzukommen. Und welche Einlagen waren nun vom Fonds geschützt? Wenn man das isländische Gesetz genau – GENAU – liest, kommt man auf den Kapitalsalso vom 09.10.2008 – so wie es Resolution Committee und jetzt auch Winding-up Committee kommuniziert haben. Rechnerisch aufgelaufene Zinsen sind deshalb nicht geschützt – das Gesetz wollte eine Gleichstellung mit der Verpflichtung des Fonds, aber keine Besserstellung.

    Und was ist jetzt mit der Gleichbehandlung mit anderen europäischen Sparern? Tjaha!
    In Norwegen und Finnland gab es „Topping-Up-Agreements“ (siehe meine Anmerkung zu Punkt 8 im verlinkten Artikel), d.h. die dortige Einlagensicherung konnte zum isländischen Einlagensicherungsfonds von sich aus „zubuttern“, d.h. auch Zinsen. Außerdem gab es dort schnelle individuelle Einigungen zwischen Kaupthing Resolution Committee und den dortigen Behörden, weil in dortigen Niederlassungen nennenswerte Vermögenswerte für die Insolvenzmasse zu retten waren.
    In GB und NL gab es ebenfalls „Topping-up-Agreements“ und das berühmt-berüchtigte Erpresser-Icesave-Abkommen, also auch eine Sondersituation.
    Und Österreich? Die haben doch auch Zinsen bekommen. Ja, haben sie auch. Aber die Frage ist WANN? Dort erfolgte die Einigung mit den österreichischen Behörden und Clearing-Banken bezeichnenderweise am 29.10.2008! Was ist daran so besonders? Nun, am 30.10.2008 stellte der isländische Einlagensicherungsfonds den Entschädigungsfall fest, wodurch die (Mit-)Zuständigkeit des Fonds begründet wurde. Da es dem Resolution Committee kraft seiner Moratoriums-Befugnisse gelang, bereits vor dem Zuständigkeitsfall die Rückabwicklung in Österreich einzuleiten, unterfielen die österreichischen Einlagen schon nicht mehr dem Entschädigungsfall, sodass eine individuelle Vereinbarung im Vorfeld des 30.10.2008 möglich war. Das haben österreichische Behörden und Kaupthing Bank genutzt, wobei ihnen zugute kam, dass in Österreich nur 3 Mio. € und nicht 330 Mio. € Spareinlagen betroffen war. Die konnte man selbst aus der klammen Kasse vom Oktober 2008 noch zahlen. Außerdem hat sich seit dem Fall Österreich die Rechtslage geändert.

    So, das dazu, warum ich persönlich hinsichtlich eines weiteren Vorgehens in Bezug auf den Rang der Forderung pessimistisch bin.

    Ich gebe aber auch weiterhin keine Handlungsempfehlung ab, da jeder Einzelfall ein wenig anders sein kann.

    Handlungsmöglichkeiten gibt es hier:
    http://kaupthing-edge.helft-uns.de/2010/01/19/handlungsmoeglichkeiten-nach-der-entscheidung-des-abwicklungskomitees/

  6. Bergkatzeam 25. Januar 2010 um 14:28 Uhr

    Hallo Gabi,
    wie hast Du es geschafft in der Liste von Kaupthing Deinen Namen zu finden? Bei den 518 Seiten finde ich überhaupt keine
    Logik in der Sortierung. Die Namen sind weder alphabetisch noch nach der Höhe der Forderungen unter Artikel 13 geordnet.
    Ich habe keine Lust 518 Seiten nach meine Namen zu durchsuchen.

  7. Dirkam 25. Januar 2010 um 15:21 Uhr

    Tipp: Suchfunktion des Browsers.

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